Hast du die Lupe in der Hand, dann versuche zu erkennen, ob der Stein Chondren besitzt (Was
sind Chondren: siehe Foto xx im Fachteil und weitere Beschreibung). Das ist aber nicht so leicht,
denn wenn der Stein eine harte verwitterte Kruste hat, sind die Chondren meist versteckt oder
eher unkenntlich. Aber auch da gibt es einen Trick: Chondren zeichnen sich am Rand des Steines
ab, mit kleinen rundlichen oft bräunlichen Knöllchen(die Verwitterungsrinde ist hier meist
bräunlich), meist mit einer Größe so um 0,2mm - max 1,0 mm. Ist so etwas vorhanden, ist die
Wahrscheinlichkeit eines Meteoriten noch größer. Also: Mitnehmen !!! Die Gewissheit kommt
erst zuhause. Stein hinein in Zeitungspapier mit einem Notiz, mit Datum, Ort einschlagen und ab
in den Rucksack. Aber aufpassen: Es gibt irdisches Gestein, welches Merkmale wie Chondren
hat, z.B. Erbsenstein. Chondren sind meist normal aus hartem Silikat und mit Salzsäure nicht
ätzbar ! ( Es gibt auch welche mit weicheren Stücken, bei kohligen Chondriten; beim Schneiden wird
dann das Kühlwasser durch den Kohlenstoff fast schwarz.)
Noch etwas zu den Chondren: Bisher ist man davon ausgegangen, dass es nur Meteoriten aus
unserem Sonnensystem gibt. Das ist jedoch ein gewaltiger Irrglaube. Viele Meteoriten sind
Milliarden von Jahren durch das Universum gedüst und haben riesige Entfernungen dabei
überwunden. Sie kommen aus anderen Systemen unserer Galaxis und dort am Ort ihrer
Herkunft haben andere Bedingungen geherrscht als in unserem System. Daher können diese
Stücke auch anders aussehen, möglicherweise sind die Chondren nicht rund, sondern
langgestreckt, möglich auch mit anderen Mineralien verwachsen oder aufgeschmolzen usw.
Das heißt aber: Wenn das Stück anders aussieht, aber trotzdem schwer ist, meist sehr sehr hart,
Einbrände und Schmelzspuren aufweist usw. siehe oben- dann IST es ein Meteorit, wenn auch
nicht aus unserem System. Da müssen unsere noch immer mit dem Mittelalter verbundene
„Wissenschaftler“ eben einmal dazulernen und nicht nur immer die alten Schulweisheiten von
anno Schnee predigen. Das Universum ist eben viel vielfältiger und man kann es nicht in
Schubladen pressen. Die Erde ist eben nicht der Mittelpunkt des Universums ! Ich selbst habe ja
Meteoriten aus einer Mineralwolke eines Braunen Zwerges, dessen Standort wir ja noch gar nicht
eruiert haben und die mehr als 9 Milliarden Jahre alt sind.(lt. Massenspektroskopie).
Solche besonders harten Exemplare verwittern kaum, da sie im Weltraum wesentlich extremeren
Bedingungen ausgesetzt waren, da ist die Erde für sie geradezu ein Urlaubsparadies.
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